AKTUELL: 

Aufgrund der Bundesfixkostenbeihilfe wurden die Konditionen für die Überbrückungshilfe 2 UND 3 dramatisch verschlechtert. Erstattungen von entgangenen Margen und Provisionen wurden quasi durch die Hintertür gestrichen. Die Berechnungsgrundlagen, basierend auf der Beihilferegelung, führt zu dramatischen Verschlechterungen, insbesondere bei Reisebüros und Reiseveranstaltern. Diese Anpassungen gelten rückwirkend und im Rahmen der Schlussabrechnung bis 31.12.2021 erwarten betroffene Unternehmen, die bereits einen Bescheid und Gelder erhalten haben, eine böse Überraschung in Form von horrenden Rückzahlungen.

Wir haben einen offenen Brief an Herrn Altmaier gesandt mit Berechnungsbeispielen. Diesen können Sie hier lesen. Wir fordern dringend vom Wirtschaftsminister, notwendige Anpassungen vorzunehmen. 

  1. Es dürfen nicht nur Gewinne abgezogen werden, sondern es müssen auch Verluste, wie Provisionsrückzahlungen und negative Margen im Rahmen der Berechnung nach der Beihilferichtlinie herangezogen werden dürfen.
  2. Förderkredite dürfen nicht als Einnahmen gewertet werden.
  3. Im Rahmen von Rückzahlungen durch die Unternehmen muss offensiv Transparenz hergestellt und eine tragfähige Lösung für die Rückzahlung gefunden werden.

Zur Beihilferegelung gibt es zahlreiche Fragen, die eine Antragsstellung zu diesem Zeitpunkt fast unmöglich machen. Das Wirtschaftsministerium muss schnellstens für Klarstellung sorgen (wie auch von der Bundessteuerberaterkammer gefordert). Wir raten daher dringend, bis zur Klarstellung, von einer Antragstellung ab.

 

Die Touristik steht vor einer bisher einzigartigen Herausforderung durch das Coronavirus. Vom kleinsten Reisebüro, Reiseveranstalter über mittelgroße Unternehmen bis hin zu Konzernen kann dies eine existenzbedrohende Situation schon sein oder noch werden. Touristikunternehmen sind gewohnt auf Krisen zu reagieren und Krisenherden auszuweichen, erstmalig in der Geschichte ist Europa als Krisengebiet eingestuft mit erheblichen Reisebeschränkungen. Dies hat zur Folge, dass alle erprobten Ausweichmöglichkeiten und Pläne obsolet sind. Die Unsicherheit ist der größte Feind. Im aktuellen Umfeld sind die Buchungszahlen massiv eingebrochen, die ersten Stornos zeigen Ihre Wirkung und vieles ist abhängig davon, wann sich die Situation stabilisiert und wann der Kunde das Vertrauen zurück gewinnt und wieder eine Buchung tätigt bzw. eine Reise antritt. Aktuell ist dies aber nicht abschätzbar. Grenzen werden geschlossen, Reisen abgesagt und Buchungen bleiben aus. Als Unternehmer fühlt man sich schnell machtlos gegenüber der äußeren Einflüsse. Es vergehen keine 30 Minuten ohne eine Push-Nachricht auf dem Handy, die einen zusammenzucken lässt. 

Wo sind wir?

Inmitten der größten Krise der Touristik – man sollte dies auch so benennen. Es geht nicht um Panikmache, sondern darum, sich bewusst zu sein, dass dies eine Ausnahmesituation ist, die besondere Maßnahmen und insbesondere Planung erforderlich machen.

Wie lange dauert dieser Zustand noch an? 

Dies kann aktuell keiner sagen. Optimisten sagen das Virus verschwindet im Frühling und taucht wahrscheinlich im Herbst wieder auf. Pessimisten sagen, dass es noch viel schlimmer wird und es keine Erholung geben wird. Wir rechnen mit dem Schlimmsten und hoffen das Beste. Aber jedes Touristikunternehmen sollte sich ganz konkret mit dem einzelnen Worst-Case Szenario auseinandersetzen.

Wird es schlimmer?

Wir rechnen aktuell mit der Ausweitung der Reisebeschränkung auf weitere Länder. Rechnen Sie damit, zahlreiche Reisen absagen zu müssen und dass vor diesem Hintergrund die Buchungen vorerst ausbleiben.

Werden Reisebüros und Reiseveranstalter diese Krise überstehen?

Wir rechnen mit Insolvenzen ebenso wie dem Verschwinden zahlreicher Marktteilnehmer. Es ist durchaus möglich, dass der Tourismussektor sich nachhaltig verändern wird. 

Wie viele Reisebüros und Reiseveranstalter sind bedroht?

Das kann man nicht sagen, da dies von unterschiedlichen Faktoren, wie der Länge dieser Krise, abhängig ist. Sofern keine Erholung stattfinden sollte und ein Impfstoff erst im Frühjahr 2021 erhältlich sein sollte, sehen wir 30 bis 50 Prozent der Unternehmen als gefährdet an.

Sind nur kleinere Reisebüros und Reiseveranstalter betroffen?

Nein. Wir sehen auch bestimmte größere Unternehmen als sehr gefährdet an, die viele momentan nicht als gefährdet ansehen würden. Wir können in dieser Situation natürlich keine Namen nennen.

Ist die Situation hoffnungslos?

Nein. Es gibt viele Handlungsfelder und diverse Möglichkeiten, um Maßnahmen zu ergreifen diesen Ausnahmezustand zu überstehen. Auch wenn es merkwürdig klingen mag, es besteht sogar die Möglichkeit gestärkt aus der Krise herauszugehen in einem bereinigten Umfeld. 

Was sind die größten Hürden, um diese Krise zu meistern?

Angst, Panik, Emotionen, Unentschlossenheit, Zeit, fehlendes Know-How bzw. Informationen, sicherlich auch der Unternehmer oder die Unternehmerin selbst. Angst war noch nie ein guter Ratgeber und in solch einer Situation ist es äußerst schwierig unter diesem Stress und Druck mit einem „kühlen“ Kopf sachliche Entscheidungen zu treffen. Das ist insbesondere der Fall, wenn die eigene Existenz bedroht ist.

Wie schaffe ich das?

Wir unterstützen Sie und haben kostenfrei einen Handlungsplan als Download zur Verfügung gestellt. Dieser enthält praktische Hilfen, um diese Zeiten zu überstehen. Sie werden sehen, dass zahlreiche Optionen auch eine Zeitkomponente beinhalten, was schnelles und zügiges pro-aktives Handeln erfordert. Das ist der Fall bei Förderungen, Liquiditätsbeschaffung, Personalplanung, etc.

Über uns

Als Unternehmensberater in der Touristik und Sachverständiger für Touristik haben wir zahlreiche Erfahrung im Umgang mit Ausnahmesituationen. Im Rahmen dessen waren wir schon im Januar / Februar in Kambodscha, Thailand und Vietnam, um uns direkt vor Ort ein Bild der Lage zu machen und sprachen mit unseren Mandanten. Vor kurzem kehrte ein Team aus dem Baltikum und Russland zurück, um hier einen Reiseveranstalter und eine Reisebürogruppe auf die Krise vorzubereiten. In Deutschland konnten wir die ersten Reiseveranstalter unterstützen und auch erfolgreich Fördergelder beantragen, die bereits fließen.

Bereiten Sie Ihr Unternehmen noch heute vor!

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